Hinter diesem Namen steckt das Konzept zur ganzheitlichen Herangehensweise
in Sachen Naturschutzgeschichte in Deutschland.
Hier wird die Naturschutzgeschichte kritisch aufgearbeitet und der Gesellschaft
zur Verfügung gestellt. Ob im Keller – dem Archiv, im Erdgeschoß – dem
Museumsbereich oder den oberen Stockwerk – dem Forumsbereich, alles dreht sich hier seit
dem August 2000 um die Naturschutzgeschichte.
Selbst die Lage dieser Institution ist eng mit ihrem Leitmotiv verbunden – denn der
Naturpark Siebengebirge bei Königswinter ist eines der ältesten Naturschutzgebiete in
Deutschland.
Die Vorburg liegt nordöstlich im Park des Schlosses Drachenburg. Vom
Eselsweg ist sie am besten dort zu sehen wo dieser auf die Zahnradbahntrasse trifft.
Erbaut wurde die Vorburg mit dem Schloss 1883 und hat eine ähnlich wechselvolle Geschichte
hinter sich gebracht. Gedacht war sie zur Unterbringung von Pferden und Kutschen, was auch der noch
gut erkennbare Kutschweg an der östlichen Seite erkennen lässt. Er mündet in das reich
verzierte Portal, dem eigentlichen Zugang des Schlosses Drachenburg. Zuerst residierte hier der noch
von Sarter eingesetzte Verwalter mitsamt seiner Familie. Anschließend kamen der Vorburg
zahlreiche andere Nutzungen zu, ob als Gärtnerei, Gerätelager, Unterkunft für Obdachlose
oder auch als Stall der berittenen Polizei aus Bonn, die Nutzung entsprach nicht gerade der
Repräsentanz des Gebäudes. In den 80’zigern gar war sie als Lasterhöhle
verschrieen, nachdem Studenten hier ihr Domizil aufgeschlagen hatten.
Wie stark der Verfall war kann man daran nachvollziehen das die Parzelle zum
Schluß als unbebautes Grundstück bei den Ämtern geführt wurde.
Nachdem 1989
die NRW Stiftung die Notbremse gezogen hatte und den Verkauf des Schlosses und der Vorburg an den
Burgenkönig Hillebrand verhindert hat wurde die Vorburg saniert und ihrer heutigen Nutzung
zugeführt.
In dieser Zeit hat die Vorburg auch ein neues Schmuckstück erhalten: eine Glaskuppel die sich
über den Hof des U-förmig gebauten Gebäudes spannt.
Die beiden Flügel im Erdgeschoß beherbergen heute die Ausstellungsräume,
getrennt und verbunden durch die Glaskuppel. In einer modernen Installation kann hier der Interessierte
mehr über die Stationen der Naturschutzgeschichte erfahren. Zu dem Museum gelangt man über
den heutigen Haupteingang des Schlosses Drachenburg oberhalb der Mittelstation der Drachenfelsbahn.
In der Glaskuppel finden Veranstaltungen offizieller und privater Natur statt. Durch die
Größe und Offenheit der Ausführung und den Blick in den Park und auf den Nordteil des
Schlosses ein ideales Ambiente für eine Vielzahl von Feiern.