Das alles finden Sie etwa nach der Hälfte des Aufstiegs zum Drachenfels auf dem Eselsweg.
Lassen Sie sich in der mystisch - dämmrigen Atmosphäre verzaubern und erleben Sie, wie die stimmungsvolle Musik Wagners die Gemälde zu einem für jeden Betrachter eigenem Leben erweckt.
Im Jahre 1913 wurde der Kuppelbau im „Späten Jugendstil“ als Erinnerungshalle und
Gemäldemuseum zum 100. Geburtstag Richard Wagners eröffnet. Zwölf mystisch anmutende, ausdrucksvolle
Wandgemälde zeigen Szenen aus seinem wohl bekanntestem Werk „Der Ring des Nibelungen“, gemalt von dem Berliner
Kunstmaler Professor Herman Hendrich.
Ebenfalls von Hendrich stammen Idee und Gestaltung der Halle. Zwei Berliner Architekten, Werner Berendt und Hans Meier,
setzten diese in Architektur um.
Die großen Halbrelief-Skulpturen (außen) und die Schmuckdetails an den inneren Säulen sind Kunstwerke
des Königswinterer Bildhauer und Architekt Franz Josef Krings.
So präsentiert die Nibelungenhalle ein Gesamtkunstwerk: monumentaler Eindruck außen, gleichsam sakrale
Atmosphäre innen.
Das Gebäude ist mit seinen baulichen Eigenarten und Lösungen wohl einmalig in
Deutschland (und auch darüber hinaus).
In der Zeit der „politischen Saubermänner“ wurde die Nibelungenhalle wegen ihrer für Laien
an den Nationalsozialismus erinnernden Verzierungen in Misskredit gebracht. Doch fanden selbst die Nationalsozialisten
kein besonderes Interesse an diesem Gebäude trotz ihrer oft falsch gedeuteten Symbole. Diese stellen das altindische
Sonnenrad (Swastika) und religiöse Elemente aus dem europäischen Norden dar.
Es bleibt zu hoffen, dass sich die heutige Erkenntnis – dass es sich bei den Symbolen nicht um einen Vorgriff auf
spätere politische Ereignisse handelt – bei einem breiten Publikum durchsetzt.
Die Halle, die keinerlei öffentliche
Förderung erhält und sich seit dem Ende des 1. Weltkrieges in privater Hand befindet,
ist stark renovierungsbedürftig. Im 2. Weltkrieg wurden die Tierkreis-Fenster
über den 12 Gemälden zerstört und durch einfaches Glas ersetzt. Durch die
Eisenbeton - Doppelschale dringt Feuchtigkeit und hinterlässt Spuren an der
einst als Firmament bemalten Innenkuppel.
Auch die im Boden liegende Midgardschlange vermisst Teile ihres Körpers.
Seit 1987 steht die Nibelungenhalle unter Denkmalschutz.
In der Nibelungensage erschlägt Siegfried den Drachen um zur Erlangung der Unverwundbarkeit in dessen Blute zu baden. Dies soll sich auf dem Drachenfels zugetragen haben. Was liegt also näher als bei der Nibelungenhalle eine Drachenhöhle zu errichten? Dies geschah zum 50. Todestag Richard Wagners, 1933, unter Mithilfe des oben schon erwähnten Bildhauers Franz Josef Krings.
Ein 40 m langer, gewundener Felsengang führt den
mutigen Besucher zu dem Ungeheuer: Fafner - ein 13 m langer Drache, glücklicherweise
schlafend.
Nicht schlafend sind dessen Nachfahren im anschließenden Reptilienzoo zu betrachten.
Auch den Reptilienzoo unterhält, seit der Gründung in den 50´er Jahren, die Familie Juchmann verh. Blumenthal. Die kostenintensive Unterhaltung dieses Betriebes unterstützen weder Steuergelder noch sonstige öffentliche Zuschüsse. So bitten wir den geneigten Besucher, Verständnis zu haben für die funktionsgerechte Art der Baulichkeiten. Dagegen stellt die Vielfältigkeit der gezeigten Arten manch großen Zoo in den Schatten.
Die beiden Mississippi-Alligatoren der dicke “Heinrich” und
sein Weibchen “Alice“ sind die „Stars“ des Hauses. Sie
sorgten 1999 mit dem ersten Alligatoren-Nachwuchs in der Bundesrepublik für
eine Sensation.

Daneben bilden die vielen Arten von Krokodilen,
Waranen, Leguanen, Geckos, Nattern, Boas, Pythons, Anakondas sowie Spinnen, Schnappschildkröten und
Skorpionen den Kern dieser sehenswerten zoologischen Anlage. Sogar Vögel – einige Papageien und Sittichen – haben im Freigehege ein Zuhause gefunden. Giftschlangen erhalten aus verständlichem Grunde keinen Zugang.
Für besondere Liebhaber wird der Verkauf von Nachzuchten – ausschließlich aus eigenen Beständen – angeboten.